Das Unternehmen Bosch Siemens Haushaltsgeräte mit Sitz in Dillingen produziert eine Vielzahl von Haushaltsgeräten, der so genannten "weißen Ware". Um in diesem Segment die Wettbewerbsfähigkeit auf hohem Niveau auszubauen, legt die BSH großen Wert auf flexible Automatisierungslösungen in vielen Produktionsbereichen. Bereits heute setzt das Unternehmen über 50 Gelenkarmroboter in der Produktion ein.
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| Branche: |
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Haushaltsindustrie "weiße Ware" |
| Kunde: |
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Fa. BSH (Bosch Siemens Hausgeräte) |
| Anwendung: |
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Flexible Teilautomatisierungsprozesse in einer Fertigungsstraße von Geschirrspülmaschinen |
| Zielsetzung: |
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Qualitätssteigerung bei gleichzeitiger Erhöhung der Fertigungskapazität |
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Ausgangslage/Aufgabenstellung
Bosch Siemens Haushaltsgeräte setzt bei der Produktion hochwertiger Haushaltsgeräte am Standort Deutschland auf die flexible Automatisierung zum Erhalt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Dabei greift das Unternehmen bei der Optimierung der Prozesse seit Jahren auf einen eigenen innovativen Vorrichtungsbau, wie auch auf externe Systempartner zurück. Ziel der Maßnahmen ist neben den üblichen Produktivitätssteigerungen und der Qualitätssteigerung hin zur "0-Fehler Produktion" vor allem die Erhöhung der Flexibilität in der Produktion, um Produktinnovationen und Produktvarianten schnell in der Serienfertigung umsetzen zu können.
Der nachfolgende Bericht über einzelne Teilschritte beschreibt deshalb nur einen kleinen Auszug aus dem Gesamtkonzept und deutet lediglich, an welchen Stellenwert zukunftsorientierte Automatisierungslösungen bei Bosch Siemens Hausgeräte einnimmt.
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Realisation
1. Teilautomatisierungsprozess Dämmmatten aufringen: Ein erster Sechsachs-Roboter positioniert die Edelstahlspülzelle auf einem umlaufenden Werkstückträgersystem. Der zweite Knickarmroboter nimmt mit einem Vakuumgreifer Kunststoffdämmplatten mit unterschiedlichen Abmaßen über ein Palettierprogramm von einem Stapel, der per Hubwagen in den Automatisierungsbereich eingefahren wurde. Der Roboter legt die Dämmplatte kurz auf einer Bildverarbeitungsstation ab und positioniert sich auf der Basis der Orientierungsdaten der Bildverarbeitung neu. Danach nimmt der Roboter die Dämmplatte korrekt ausgerichtet auf und positioniert die Matte passgenau um zwei Seiten der Spülzelle. Bei diesem Vorgang biegt der Kombinationsgreifer die Matte um 90° und drückt sie von zwei Seiten an die Spülzelle. Danach fährt der Werkstückträger mit dem Bauteil in einen Durchlaufofen, in dem die Matte mit dem Edelstahlteil verbunden bzw. aufgeschmolzen wird.
2. Teilautomatisierungsprozess Dichtung einsetzen: Über das umlaufende Werkstückträgersystem werden die unterschiedlichen Spülzellen der verschiedenen Spülmaschinentypen unter einem Sechsachs-Konsolroboter positioniert. Der Roboter, der aus Platzgründen an der Decke hängend montiert ist, ist mit einer speziellen Führ- und Eindrückvorrichtung inklusive Zuführung für das Dichtungsband ausgestattet. Nachdem die Spülzelle positioniert ist, fährt der Roboter je nach Bauteil sein Programm ab und drückt die Dichtung in die Nut der Zelle ein. Mit einem in den Greifer integrierten Schneidmesser wird zum Schluss die Dichtung durchschnitten.
3. Teilautomatisierungsprozess Barcode aufkleben: Über das umlaufende Werkstückträgersystem werden die unterschiedlichen Spülmaschinen an einem fest installierten Scanner vorbeigeführt. Dabei wird der an der Rückseite innen aufgedruckte Barcode eingelesen. Die Daten des Barcodes werden direkt Online an eine Druckeinrichtung weitergereicht, die ein Papierlabel 2-fach erstellt und ausgibt. Ein Sechsachs- Konsolroboter KR15 nimmt die Papierlabel mit einem speziellen Greifer mit Vakuumplatten auf und bringt diese danach mit einer Klebevorrichtung automatisch auf zwei Seiten der Verpackung an.
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Systemkomponenten/Auftragsumfang
1. Automatisierungsumfang für Dämmmattenhandling: KUKA KR125 inkl. Steuerung KRC1, Schutzeinrichtungen, Transferstraße mit Werkstückträger, Bildverarbeitung mit Kamera, Kombinationsgreifer
2. Automatisierungsumfang Dichtung einsetzen: KUKA KR15 inkl. Steuerung KRC1, Schutzeinrichtungen, Portal für KUKA KR15, Transferstraße mit Werkstückträger, Führ- und Eindrückvorrichtung, Zuführrichtung für Dichtband
3. Automatisierungsumfang Barcode aufkleben: KUKA KR15 inkl. Steuerung KRC2, Schutzeinrichtungen, Spezialgreifer mit Vakuumplatten, Transferstraße mit Werkstückträger, Klebevorrichtung, Druckereinrichtung, Scanner
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