Höchste Ansprüche an Qualität und hohe Ansprüche an die Produktivität. Als innovativer Zulieferer der Automobilindustrie forderte Plastal von Battenfeld bei der Realisierung von Produktionszellen für Stoßfänger und Spoiler beides. Ein enormer Anspruch an die Anlagen, Kräfte bis 100 kg aufzubringen und gleichzeitig auf 2/10 mm genau zu platzieren.
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| Branche: |
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Automobilzulieferer |
| Kunde: |
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Plastal (B) |
| Implementierung: |
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2002 |
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Ausgangslage/Aufgabenstellung
Ein zeitlich eng gestecktes Ziel war der Battenfeld Spritzgießtechnik gesetzt, als sie Ende 2002 den Zuschlag für eine komplexe Produktionszelle erhielt. Aufgabe war es, eine Spritzgießmaschine für die Produktion von Stoßfängern und Spoilern mit kompletter Automatisierung zu bauen.
Erschwerend kam die von dem Kunden geforderte und für ein so großes Projekt ungewöhnliche kurze Lieferzeit hinzu, die nur durch eine generalstabsmäßige Projektierung realisiert werden konnte. Im Bereich der Automatisierung werden Anlagen dieser Art von der Battenfeld Systemtechnik betreut, die sich auf komplexe Aufgabenstellungen mit umfangreicher Peripherie spezialisiert hat.
Zielsetzung war es, vollkommen automatisiert die Stoßfänger aus der Maschine zu entnehmen, sie an eine Labelstation heranzuführen, an eine Angußschneidevorrichtung weiter zu transportieren und abschließend das Einhängen in Stapelracks die, die gefertigten Teile automatisch in ein Warenlager abtransportieren.
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Realisation
Für die flexible Automatisierungslösung wurde ein Sechs-Achs- Konsolroboter ausgewählt. Da in der Produktionszelle zwischen der Spritzgießmaschine und der Förderanlage nicht genug Freiraum bestand, um den Roboter seitlich neben der Maschine zu platzieren, wurde eine Montage oberhalb der Holme gewählt.
Durch die hohe Flexibilität, die Wendigkeit und die große Reichweite des Knickarm-Roboters ist es möglich, die Teile trotz der langen Wege im Maschinenzyklus zu entnehmen und in ein nebenstehendes Stapelrack einzuhängen. Um diese Aplikation zu realisieren war es wichtig, dass der Roboter neben den hohen Entnahmekräften für die Zwangsentformung im 100 kg Bereich auch über eine exakte Positionierungsfähigkeit im 2/10 mm für die Nachbearbeitung verfügt. Zusätzlich musste der Roboter auch bei schwierigen Bedingungen einsetzbar sein. Eine Forderung, der Knickarm-Roboter durch ihre gekapselte Führung entgegenkommen.
Als einmalig im Markt hat die Spritzgießmaschinen-Baureihe HM 2P von Battenfeld die Möglichkeit, die Holme beim Öffnen des Werkzeuges vollständig zurückzufahren und damit den Raum zur seitlichen Formteilentnahme freizugeben. In der Praxis bedeutet dies, dass der Einbau von Werkzeugen mit größeren Abmaßen, als der Holmabstand möglich ist. Ein weiterer Vorteil ist das seitliche Herausfahren des Roboters aus der Maschine. Dadurch wird Zykluszeit und bei Bedarf Arbeitshöhe der Gesamtanlage eingespart.
Zur optimalen Synchronisierung der Arbeitsprozesse wurden Maschine und Roboter mit modernster Steuerungstechnik ausgerüstet. Über eine CAN-OPEN Buskommunikation werden Daten zwischen Roboter und Spritzgießmaschine direkt ausgetauscht. Die Ankopplung der Greiferfunktionen wurde ebenfalls über diese Bustechnik gelöst.
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Systemkomponenten/Auftragsumfang
Die von Battenfeld gelieferte Produktionszelle besteht aus einer Spritzgießmaschine HM 2P 32000/22800 mit 2-Plattenprinzip kombiniert mit einem KUKA Konsolroboter mit Armverlängerung Typ KR180 L 100 K.
Der Konsolroboter sitzt auf einer Robotergrundplatte mit Wartungspodest, die über den Holmen der HM 2P angebracht wurden. Der Gelenkarm-Roboter ist mit einem Greifer für Stoßfänger oder Spoiler ausgestattet.
Neben diesen Komponenten lieferte Battenfeld die Labelstation, das Bandsystem mit Stapelrack, den Schutzzaun/die Schutzeinhausung und die gesamte Steuerungstechnik inklusive der KRC2.
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Ergebnis/Erfolg
Neben der erfolgreichen Umsetzung des Auftrages im vorgegebenen Zeitraum überzeugt die Anlage durch eine äußerst hohe Verfügbarkeit und Sicherheit. Der Kunde war (und ist) mit der Projektierung und der Betreuung mehr als zufrieden. Das positive Resumée wird ganz objektiv durch den Fakt bestätigt, dass dieser Anlage in kurzem Abstand eine baugleiche Zweite folgte.
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Ansprechpartner
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