Neuen innovativen Verfahren gegenüber aufgeschlossen
DruckversionDiesen Artikel weiterempfehlenIm Mittelstand rührt sich etwas – mit unternehmerischem Mut und Weitsicht und neuen innovativen Produkten werden Unternehmen neue Betätigungsfelder erschlossen: die Wirthwein AG bietet ihren Kunden individuelle Beratung und Service bei der Konstruktion und Herstellung von Spritzgießformen und technischen Kunststoffteilen. Aktuelles Beispiel dieser Innovationskraft ist die voll automatisierte Herstellung des Kontergewichtes einer Waschmaschine, bislang aus Beton, welches nun kostenvorteilig aus einem Kunststoff-Compound gefertigt wird.
Ausgangslage/Aufgabenstellung
RealisationWirthwein investierte, als einer der ersten Verarbeiter in Deutschland, in einen Spritzgieß-Compounder KM1000-6100 IMC, der bei großen Kunststoffteilen eine Bemischung von Glasfasern und anderen Komponenten ermöglicht. Bei der Herstellung des Kontergewichts - bislang aus Beton - musste durch das Beimischen von Additiven die nötige Kompaktheit des Teils bei einem hohem Gewicht von rund 13 Kilo gewährleistet werden. Die Vorteile der innovativen Technik liegen auf der Hand: die Teile sind gegenüber Beton sauberer, es entstehen keine Staubemissionen, sie sind aufgrund ihrer Materialeigenschaften besser zu befestigen, recyclebar und neigen nicht wie Beton zu Bröseln oder Bruch. Auch andere Anwendungen sind für das Unternehmen denkbar. Die Erhöhung der Wertschöpfung steht dabei im Mittelpunkt der Überlegungen rund um diese Technologie. Systemkomponenten/AuftragsumfangDie von der Firma Wittmann implementierte Anlage besteht aus einem Kraus-Maffei Spritzgieß-Compounder KM1000-6100 IMC mit seitlich beigestelltem KUKA KR125 L 90. Die Synchronisation mit der Spritzgießmaschine wird durch eine Steuerung Typ KR C2 gewährleistet, die durch ihre vertraute Windows-Oberfläche ein einfach zu erfassendes Interface bietet. Weitere Bestandteile der Anlage stellten die Bodenkonsole für den Roboter, der Entnahmegreifer, die Kühlwasserstrecke und die Schutzeinhausung dar. Ergebnis/ErfolgDie Anlage erfüllte alle Anforderungen und bietet heute eine sehr hohe Verfügbarkeit in einem schwierigen Umfeld. Die Compound-Technik hat sich dabei im Unternehmen Wirthwein hervorragend bewährt. Ulf Sauerwald, Werkleiter in Nauen, sieht hier zuversichtlich eine deutliche Ausweitung der zukünftigen Aktivitäten des Unternehmens durch die Compoundierung in der Spritzgießtechnik. Ansprechpartner
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Im engen Kontakt mit dem Kunden zeigt sich die Innovationsfreudigkeit des Unternehmens, was sich auch in der hohen Anzahl an Patenten widerspiegelt. Großen Wert wird auf das Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9002 und VDA 6.1/6.4 gelegt. Alle Standorte der Gruppe verfügen über ein autarkes QS-System mit 3D-Messeinrichtungen. „Wir wollen dort, wo wir sind, kleine leistungsfähige Einheiten bilden, die schlank und autark genug sind, um unseren Kunden die nötige Flexibilität anbieten zu können," umschreibt Ulf Sauerwald, Werkleiter in Nauen, die Philosophie des Hauses. Flexibilität und Innovationskraft war auch bei der Automatisation der Herstellung eines Kontergewichtes für Waschmaschinen gefordert. Um Kosten- und Handlingsvorteile zu realisieren, war entschieden worden, das Gewicht im Kunstoff-Compound-Verfahren herzustellen. 

