Mit der Entwicklung eines neuen Verfahrens in der PU-Schäumtechnik zur Herstellung von Dünnwand-Längsträgerverkleidungen sorgte die Dynamit Nobel Kunststoff GmbH für eine Überraschung. Besseres Fließverhalten und kürzere Zykluszeiten durch ein verbessertes Auskühlverfahren und nicht zuletzt ein enorm leichtes wie auch steifes Teil. Die neue PU-Technik erfordert innovative Automatisierungsideen die mit dieser Entwicklung Schritt halten.
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| Branche: |
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Automobilzulieferer |
| Kunde: |
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Dynamit Nobel Kunststoff GmbH |
| Anwendung: |
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Fertigung der Türschweller in der E- Klasse von Mercedes-Benz |
| Zielsetzung: |
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Entwickeln von Automatisierungslösungen, um die hohen Zykluszeiten der neuen Technologie im Gesamtprozess umzusetzen. |
| Implementierung: |
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1. Anlage 2001, 2. Anlage 2002 |
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Ausgangslage/Aufgabenstellung
Ob sich eine Vision jemals verwirklichen lässt, wird man nur erfahren, wenn man es ausprobiert. Dazu gehört die Weiterentwicklung der PU-Schaumtechnik oder die Hybride PU- Technik. Bei dieser Technologie, bei der Grundlage ein PU- Schaumsystem mit den Komponenten Isocyanat und Polyol ist, wird die Spritzmasse in einem Prozess vom Mischkopf bei Einspritzgeschwindigkeiten von 0,6 sec direkt in die Form eingetragen. Dadurch können extrem flächige Teile mit sehr geringen Wandstärken produziert werden. So können bei Dynamit Nobel mit dieser Technik für den Seitenschweller Wandstärken von 1,6 mm realisiert werden.
Aufgabenstellung für die Automatisation war es nun, die kurzen Zykluszeiten in den nachfolgenden Fertigungsschritten vollautomatisch umzusetzen. Umfangreich und vielschichtig für die Automatisierungsexperten von DAT. In Stichpunkten: Einbringen des Trennmittels, Entnahme der Rohlinge aus der Maschine, Abtrennen des Angusses, Beflammen der Außenkontur und Ablage auf einem Transportband.
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Realisation
Um einen hohen Automatisierungsgrad zu erreichen, hat DAT je einen Roboter für den Trennmitteleintrag bzw. die Entnahme/Konfektion der Teile implementiert.
Roboter eins ist mit einer Sprüh- und Reinigungslanze ausgestattet, um das Trennmittel gezielt in die schlecht entformbaren Ecken der Form einzusprühen bzw. Schmutzpartikel aus der Form zu blasen.
Roboter zwei entnimmt die Teile aus der Form und übernimmt die weitere Bearbeitung. Zunächst trennt er den Anguss ab, um dann die Teilepaare auf einem Stanztisch der Konfektion zuzuführen. Dort werden die Enkappen abgetrennt und Aussparungen ausgestanzt. Danach erfolgt die Ablage der Werkstücke auf Bandsystem.
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Systemkomponenten/Auftragsumfang
Die Plattform für die Automatisierungslösung bilden zwei KUKA- Roboter (KR 60L30K, KR 125L90K) mit verschiedenen Roboteroptionen.
Komplettiert wird die Systemlösung durch die DAT-eigene Steuerung inkl. der gesamten Greifertechnik, wie z.B. Greifer mit Lederüberzug und der Greiferzwischenbaugruppe, die komplette Schutzeinhausung inklusive der umfangreichen Sicherheitstechnik und einer weiteren Bearbeitungsstation. Dazu gehören außerdem die gesamte Anlagenplanung, die Programmierung und Dokumentation sowie umfangreiche Einweisungs- und Schulungsmaßnahmen.
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Ergebnis/Erfolg
Zurecht kann man bei Dynamit Nobel in Sinntal auf ein hohes industrielles Niveau verweisen. Mit dem hohen Automatisierungsgrad der Fertigungszellen mit Knickarm- Robotern hat das Unternehmen nach eigenen Aussagen diesen Prozess auf das gleich hohe Niveau gebracht, wie den Automatisierungsgrad der eigenen thermoplastischen Anwendungen. Der ersten Anlage, die 2001 implementiert wurde, folgte 2002 eine baugleiche Schwesteranlage.
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Ansprechpartner
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