Knickarmroboter und Scararoboter zählen beide zur Gruppe der Gelenkarmroboter. Man unterscheidet sie anhand der verwendeten Kinematik.
Scararoboter - normalerweise mit vier Achsen – besitzen eine serielle Kinematik. Ähnlich dem Knickarmroboter ist der Scararoboter vergleichbar mit dem menschlichen Arm. Durch seine schnellen Bewegungen ist der Scararoboter v. a. für Pick-and-Place-Anwendungen geeignet. Der Nachteil dieses Robotertyps liegt in der eingeschränkten Flexibilität, da er lediglich auf einer Arbeitsebene arbeiten kann.
Ebenfalls mit i. d. R. vier Achsen ausgestattet sind die Palettierroboter (bis zu sechs Achsen möglich). Palettierroboter haben i. a. eine mechanische Sperrung der Handgelenksorientierung.
6-Achs-Knickarmroboter haben den beiden anderen Typen gegenüber den Vorteil, dass sie aufgrund ihrer sechs frei beweglichen Achsen einen sehr großen und variablen Arbeitsraum erschließen können da sie beispielsweise auch über Kopf arbeiten können.
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Vorteile von Knickarmrobotern
6-Achs-Knickarmroboter bieten Ihnen gegenüber Linearportalen zahlreiche Vorteile. Durch ihre sechs Achsen können sie sich frei im Raum positionieren und dabei in alle Richtungen frei drehen. Durch diese Fähigkeit ist ein 6-Achs-Roboter in der Lage, unterschiedliche Tätigkeiten in seinem Arbeitsbereich auszuführen. Er kann beispielsweise neben seinen primären Aufgaben (Entnahme, Lasern, Montieren etc.) weitere Aufgaben in einem Arbeitszyklus übernehmen (z. B. Entgraten, Beflämmen, Sortieren etc.). Nebenzeiten können so optimal ausgenutzt werden. Durch die freie Programmierbarkeit seiner Bewegungen kann er ohne große Umrüstzeiten kurzfristig an neue Arbeitsprozesse angepasst werden. Diese Flexibilität sowie seine hohe Verfügbarkeit (nahezu 100%), lange Wartungsintervalle und der geringe Platzbedarf tragen zu geringeren Gesamtkosten bei. Je komplexer die Aufgabenstellung und je höher die Wahrscheinlichkeit eines Modell- oder Formenwechsels, desto stärker wirken sich die Vorteile in der Wirtschaftlichkeit der Produktionsprozesse aus. Die etwas höheren Investitionskosten im Vergleich zu Linearportalen können durch diese Vorteile schnell kompensiert werden. Durch die vertraute Windows-Oberfläche sind auch komplexe Roboterbewegungen leicht zu handlen. Die neueste Generation von Knickarmrobotern kann mit den Steuerungen der Spritzgießmaschinen synchronisiert werden (adaptive Synchronisation). Durch intelligente Softwarepakete wie z.B. PlastTech könne damit Zykluszeiten durch eine beschleunigte Maschinenentnahme um bis zu 10 % verkürzt werden.
Die Vorteile im Überblick: • Maximaler Arbeitsraum im dreidimensionalen Raum • Offene Systeme, flexible Integration in bestehende Anlagen • Modulares Roboterkonzept • Sicherheit durch Roboteroptionen und Peripherie • Präzise High-End Fertigung • Hohe Steifigkeit • Hohe Lebensdauer • Kurze Zykluszeiten bei komplexer Entnahme • Wartungsarm
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Einsatzgebiete der Knickarmroboter
Die Einsatzmöglichkeiten von 6-Achs-Knickarmrobotern sind nahezu unbegrenzt. Mit einem einzigen Robotertyp können mehrere Teilprozesse durch die Anordnung von Arbeitsstationen im Arbeitsraum des Roboters realisiert werden. Durch die Kombination von Robotern und zusätzlichen Achsen können der Arbeitsraum und die Verfahrenswege enorm vergrößert werden. Knickarmroboter können nicht nur in unterschiedlichsten Branchen und Bereichen eingesetzt werden, sie lassen sich auch selbst – z. B. durch Armverlängerungen – individuell an verschiedene Bedingungen anpassen.
Anwendungsgebiete: Aufnehmen, Einlegen, Entnehmen, Palettieren, Kommissionieren, Kleben, Polieren, Schleifen, Entgraten, Schneiden, Klebeband aufbringen, Montieren, Demontage, Befestigen, Press-Passen, Messen & Prüfenzum Seitenanfang |
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Zukunftsprognose
Die Kunststoffindustrie ist von der Forderung nach immer höherer Qualität bei gleichzeitig geringeren Kosten geprägt. Immer schnellere Modellvarianten und immer größere und komplexe Bauteile erfordern eine größere Flexibilität. Dieser Trend ist ungebrochen und wird auch in den nächsten Jahren weiter anhalten. Durch eine hohe Automation können diese Anforderungen nach Effizienz, Flexibilität und Zuverlässigkeit erfüllt werden. 6-Achs-Knickarmroboter sind erst seit wenigen Jahren in der Kunststoffindustrie vertreten. Sie sind die Antwort auf die Anforderung nach Lösungen für die Fertigung von komplexen, 3-dimensionalen Teilen für die Automobilindustrie. Die 6-Achs-Knickarmroboter von der KUKA Roboter GmbH sind derzeit die einzigen, die diese Anforderungen erfüllen können. Keine andere Technologie ist aktuell in der Lage, das Gleiche leisten zu können. DAT und KUKA waren die ersten, die gemeinsam den 6-Achs-Knickarmroboter erstmalig zur Entnahme von großflächigen Kunststoffteilen aus Spritzgießmaschinen eingeführt haben. Früher lag der Schwerpunkt dieser Roboter in der Bearbeitung von diversen Schweißvorgängen im Automobilbereich.
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Aktuelle Entwicklungen
Heute arbeitet die Industrie an weiteren Innovationen, um die sichere Zusammenarbeit von Roboter/Maschine und Mensch zu verbessern. SafeRobot und SafeHandling sind hier die aktuellen Themen. In absehbarer Zeit werden Roboter auch ohne Schutzeinrichtungen mit dem Menschen operieren können. Erste Beispiele sind bereits vorhanden.zum Seitenanfang |
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Übersicht zu den verschiedenen Robotertypen
Bodenroboter: Durch sein hohes Karussell besitzt der Bodenroboter einen großen Arbeitsbereich nach oben und ist in der Lage, sogar über Kopf Teile zu handlen.
Konsolroboter: Das niedrige Karussell und das weit vorgezogene Knie des Konsolroboters ermöglichen einen großen Arbeitsraum und ein verbessertes Handling nach vorne und unten. Im Gegensatz zum Bodenroboter sind dadurch allerdings der Arbeitsbereich und das Handling nach oben und über Kopf eingeschränkt.
KUKA bietet Ihnen das größte Produktportfolio von Konsolrobotern unterschiedlichster Reichweiten und Arbeitsbereiche. Sie lassen sich durch optionale Armverlängerungen oder zusätzliche KUKA Verfahrachsen individuell anpassen. Die Tragkraft der speziell für Kunststoffverarbeiter weiterentwickelten Modelle reicht von 6 bis 210 kg.
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